Pyjamaparty für Erwachsene

Silvester ist immer Partyzeit. Doch wieso ausgehen, wenn man auch zu Hause feiern kann?

Wer kann sich noch daran erinnern?

Aufgeregt und voller Vorfreude haben wir Schlafanzug, Zahnbürste und Kuscheltier in unseren Rucksack gepackt. Mama hat uns zur besten Freundin gefahren, bei der wir übernachten durften. Zum Abendessen haben wir uns Würstchen mit Pommes gewünscht, was es sonst nur beim Kindergeburtstag gab. Nach dem Essen haben wir unseren Lieblingsschlafanzug angezogen, und es gab als große Ausnahme noch Schokolade – nach dem Zähneputzen! Wir haben uns in die fremd riechende Bettdecke gekuschelt und gequatscht und gekichert: über den Tag, die Schule, Freunde und was uns sonst noch in der Schule bewegt hat.

Als Kind war die Pyjama-Party, die Übernachtungsparty oder auch die Mitternachts-Party, wie Hanni und Nanni, die beiden Buchheldinnen von Enid Blyton es nennen, immer ein großes Abenteuer. Im Pyjama mit den besten Freundinnen auf dem Bett sitzen, stundenlang quatschen, giggeln, Gummibärchen und Schokolade essen, so viel man möchte, gemeinsam einschlafen, ohne es wirklich zu merken, und am nächsten Morgen mit zerzausten Haaren und ein wenig müde nebeneinander aufwachen.

Erwachsene wollen im vertrauten Bett schlafen

Irgendwann – wahrscheinlich nach dem Studium, wenn man nicht mehr in einer WG wohnt, in der man mit dem Mitbewohner die Nächte durchquatscht – hört das auf. Man zieht in die eigene Wohnung oder mit seinem Partner zusammen, arbeitet viel, hat weniger Zeit. Die Wochenenden sind ständig verplant, irgendwas ist immer, und für Nächte mit Freunden unter einer gemeinsamen Bettdecke und Reden-bis-einer-einschläft fehlt mit Mitte dreißig einfach Zeit und Gelegenheit. Schon gar nicht lässt man sich darauf ein, wenn man in der gleichen Stadt wohnt und sich abends immer ein Taxi nehmen kann. Hinzu kommt, dass man in fremden Betten oder auf der Matratze am Boden einfach nicht mehr so gut schlafen kann wie früher.
Das ist übrigens auch schon erforscht worden. Erwachsene schlafen an einem ungewohnten Ort erst einmal oberflächlicher und schlechter, das ist genetisch in uns verankert.
Trotz aller erwachsenen Bedenkenträgerei, vergessen haben wir die Nächte nicht, die von Leichtigkeit getragen waren und immer auch etwas Geheimnisvolles und leicht Verbotenes hatten, weil die Eltern in dieser Welt außen vor waren.

Drum lassen Sie sich den Spaß einer Pyjama-Party nicht nehmen, denn der sleep-over muss ja nicht zwingend dazu gehören. Und das Beste an einer Pyjamaparty: Man kann sie zu zweit, alleine oder mit Freunden feiern.


Rein ins Pyjama-Vergnügen

Eine Pyjamaparty verbindet Gemütlichkeit und Glamour. Der Dresscode Pyjama kann ziemlich chic umgesetzt werden, denn hübsche Pyjamas, Nachthemden oder Kimonos kann man auf viele Arten kombinieren: eine Seidenhose mit Kuschelpulli etwa, ein Pyjamatop zur klassischen Hose, ein schicker Hausmantel über den Anzug oder ein Nachthemd als Abendkleid gestylt – klingt doch einfach und sympathisch!

Blutorangen-Mimosas

Die Silvesternacht geht nicht nur ins neue Jahr, sondern meistens in den Morgen. Bei der Pyjamaparty kann man da gleich mit dem Frühstück beginnen. «Brinner » ist die Grundidee – da wird nämlich das Breakfast zum Dinner. Der Champagner kann zum Beispiel als typischer Frühstücksdrink mit Orangensaft als Mimose genossen werden. Nehmen Sie Tarocco-Orangen oder Blutorangen dafür und dekorieren Sie die Drinks gleich noch mit einer dünnen Orangenscheibe.

Ballone, Bubbles und Funkensprüher

Dekorieren Sie mit Ballonen (mit Luft oder Helium). Servieren Sie Champagner (mit viel Blubberdrin) und verteilen Sie Wunderkerzen (die machen den ganzen Abend über Spaß, nicht erst um Mitternacht).

Zurück in die Teenie-Zeit

Da es eine Pyjamaparty ist und ein neues Jahr immer zeigt, wie schnell die Zeit vergeht, können Sie ruhig ein wenig in die Teeniezeit zurückreisen. Spielen Sie Wahrheit oder Pflicht und vergessen Sie nicht das Bleigießen mit dem Blick in die Zukunft.

Mais-Pancakes mit Lachs

Servieren Sie Lachs als eine Art Mitternachtsfrühstück mit Mais-Pancakes und einer Cream-Chees-Sauce.

Und so geht’s

Zutaten:
200 g Ricotta
1 dl Milch
2 Eier
1 KL Zucker
Salz
30 Butter
100 g Mehl
5 g Backpulver 2
00 g Maiskörner

Zubereitung Pancakes:

Geben Sie die Butter in eine Bratpfanne, lassen Sie sie schmelzen. Waschen Sie die Maiskörner aus der Dose. Sie können auch frische nehmen. Diese dann sorgfältig vom Kolben trennen. Die Maiskörner in der Butter sanft andünsten, mit Meersalz salzen und in eine Schüssel zum Abkühlen stellen. Schlagen Sie die Eier in einer Schüssel auf, geben Sie die Milch bei, dann die Ricotta und die abgekühlte, aber noch flüssige Butter mit den Maiskörnern. Alles gut vermischen. In einer anderen Schüssel vermischen Sie das Mehl mit dem Backpulver, dem Zucker und einer Prise Salz. Mischen Sie Mehlmischung zu der Ricottamischung. Den Teig rühren. Nun braten Sie kleine Pfannkuchen in Butter oder Öl beidseitig golden. Im Backofen warm stellen.

Zutaten Käse:
200 g Cream-Cheese (cremiger Frischkäse)
2 EL Sauerrahm
2 Bund Frühlingszwiebeln
Salz und Pfeffer
Dill, gehackt

Zubereitung Cream-Cheese:
Vermischen Sie den Käse mit dem Sauerrahm. Schneiden Sie das Grün der Frühlingszwiebeln in kleine Ringe. Mischen Sie sie unter die Käsemischung, geben Sie gehackten Dill dazu und würzen Sie mit Salz und Pfeffer. Servieren Sie die Pancakes mit Rauchlachs, einem weich gekochten oder verlorenen Ei und dem Käse.

Foto-Fantasie

Kleben Sie einige ausgeschnittene Masken, Schnäuze, Brillen, Hüte, Schleifen oder Lippen an lange Grillstäbchen und brauchen Sie sie für lustige, glamouröse, schicke oder schräge Fotos!

Cranberry-Champagner

Ein Glas Champagner sieht viel schicker und persönlicher aus, wenn es mit einem kleinen Beerenspiesschen serviert wird. Da passen sehr gut Cranberries oder Johannisbeeren, aber auch tiefgefrorene Himbeeren.