Schlafzimmer: Nachtlager - Rückzugsort

Mein Reich komme: Mein Wille geschehe

Das Schlafzimmer muss man nicht nur zum Schlafen nutzen oder besser gesagt: Man kann es nicht nur zum Schlafen nutzen, sondern auch als Zufluchtsort über den Tag hinweg.

Viele Schlafzimmer werden immer noch stiefmütterlich vernachlässigt oder sogar als Raum zum Trocknen der Wäsche genutzt. Für einen erholsamen Schlaf ist das natürlich keine schöne Atmosphäre. Machen Sie Ihr Schlafzimmer zu einem harmonischen Ort, an den Sie sich gerne zurückziehen. Mit ruhigen Farben und gemütlichen Accessoires gelingt das sehr schnell.

„Ich glotz TV!“ - Nina Hagen sang diesen Titel in den Siebzigern und wir grölten ihn mit. Damals war es noch das Kinderzimmer… und wir liebten den Fernseher am Bett. Er war klein, tragbar und rot! Eine Sensation damals. Heute ist es das Schlafzimmer, um das es sich dreht. Also: Fernseher im Schlafzimmer beziehungsweise Laptop im Bett, ja oder nein? Daran scheiden sich nach wie vor die Geister.
Der Tag ist zu Ende, Sie sind schon bettfertig und wollen sich vor dem Schlafen noch eine Folge Ihrer Lieblingsserie anschauen? Im Pyjama in die Kissen kuscheln, eine Tasse Tee am Bett und sich berieseln lassen… Entspannung pur! Sagen die einen. Die anderen sagen das Schlafzimmer ist ein Ruheraum, indem ein Fernseher nichts zu suchen hat. Unterschiedliche Schlafenszeiten und der Streit ums Programm. Und wo soll er überhaupt hin, der große schwarze, hässliche Bildschirm?

Bevor wir jetzt die große Diskussion entfachen. Halten wir es doch wie Goethe damals schon:

„Eines schickt sich nicht für alle.
Sehe jeder, wie er’s treibe,
sehe jeder, wo er bleibe,
und wer steht,
dass er nicht falle.“

Das Bettenlager

Das Bett ist das Herzstück und der Mittelpunkt eines jeden Schlafzimmers und wohl auch der Lieblingsplatz von vielen Menschen. In welcher Position steht es richtig? Achten Sie darauf im Liegen einen schönen Blick in den Raum, auf ein Bild oder aus dem Fenster zu haben. Wichtig natürlich auch für den erholsamen Schlaf ist das Bettenmodell.
 

Die Kleiderfrage

Ein begehbarer Kleiderschrank, davon werden die meisten nur träumen. Um möglichst viel Stauraum zu schaffen, ist der Kleiderschrank unumgänglich. Man kann ihn sich aber ganz und gar auf seine Bedürfnisse zusammenstellen. Ein komplett geschlossenes Schranksystem, oder teilweise einsehbar, mit und ohne Schubladen, ganz wie sie wollen und ganz wie der Platz im Raum es zulässt.

Es gibt aber auch noch andere Schmuckstücke, die den Kleiderschrank in seiner Funktion unterstützen: Kommoden oder Unterbettkästen zum Beispiel. In Kommoden kommen kleine Dinge wie Schals, Unterwäsche, Krawatten oder Ähnliches perfekt unter und in Unterbettkommoden können derzeit ungenutzte Decken und Kissen, die sonst viel Platz im Schrank in Anspruch nehmen würden, verstaut werden.

Das Lichtkonzept

Idealerweise verfügt das Schlafzimmer über mehrere Lichtquellen: eine Decken- oder Stehlampe, ein Stimmungslicht, eine Leselampe am Bett und eine punktuelle Beleuchtung im Schrank.
 

Die Gemütlichkeit

Auch im Schlafzimmer fühlt man sich gleich wohler, wenn man sich hier in einer schön dekorierten Umgebung wiederfindet. Erzeugen kann man diese ganz schnell durch verschiedene Dekorationen wie verspielte Vasen auf der Nachtkonsole, eine gemütliche Tagesdecke auf dem Bett, kuschlige Kissen, Kerzen auf der Fensterbank oder zauberhafte Wandspiegel als Dekoration an den Wänden.

In einem Schlafzimmer geben schöne und vor allem persönliche Gegenstände und Accessoires einen individuellen und persönlichen Touch. Fotos, Bilder, Urlaubsmitbringsel oder Erbstücke sind immer eine optimale Dekoration.

Zusätzliche Sessel, Schaukelstühle oder ein kleines Sofa werden zum idealen Entspannungsplätzchen, wenn man mal ein paar freie Minuten zum allein sein und relaxen benötigt, bevor es wieder zurück in den Alltag geht.

Wie eigentlich auch in jedem anderen Zimmer der Wohnung ist auch im Schlafzimmer die Wirkung von Textilien nicht zu verachten: Teppiche, Gardinen und Bettbezüge sorgen für ein warmes und gemütliches Wohlgefühl, bringen – je nach Belieben – Farbe ins Spiel. Sie schenkt Ihnen eine Umgebung, in der Sie sich rund herum geborgen und heimelig fühlen. Die Bettwäsche kann auch ein super Hingucker sein – je nach Größe und Farbe. Zudem gibt es Bettwäsche in sämtlichen Stilrichtungen und diese kann so Ihrem Schlafzimmer das gewisse Etwas verleihen.

Der unentbehrliche Nachttisch

Herein damit! Ein Schlafzimmer und ein Bett ohne Nachttische sind quasi undenkbar! Und auch hier gibt es wieder unzählige Varianten und Möglichkeiten, welche Art von Nachttischen man für sich selbst auswählt. Stilvoll und schön wird es, wenn Nachttische vom Stil, Design und von der Farbgebung zum Bett passen. Der Rest ist Geschmackssache. Ein Modell mit ein oder zwei Schubladen ist ideal für kleines Zubehör, das man schon mal neben seinem Bett aufbewahrt wie zum Beispiel Ohrenstöpsel, Taschentücher oder die Schlafmaske. Der Gesamteindruck wirkt gleich viel ordentlicher, wenn diese Dinge verstaut sind.

Eine Bettbank am Bettende ist ebenfalls eine praktische Ergänzung zu den herkömmlichen Nachttischen. Bei einer Bettbank gibt es zwei grundsätzliche Varianten: die Bettbank als Truhe und im klassischen Bankdesign. Auf der Bettbank können die Tagesdecke und die Deko-Kissen, welche am Tag Ihr Bett schön dekorieren, für die Nacht verstaut werden. Die Bettbank als Truhe bietet praktischen zusätzlichen Stauraum, in dem Bettwäsche oder leichte Decken untergebracht werden können.

 

Home Office im Schlafzimmer

Aus Platzgründen haben viele Leute ihren Heimarbeitsplatz im Schlafzimmer. Doch um sich im Schlafzimmer auch wirklich zu entspannen, muss das Home Office aus dem Blickfeld geräumt werden.
 


7 Typische Nachlässigkeiten im Schlafzimmer


1. Nicht probegelegen zu haben

Der Fehler: Das Bett steht irgendwie mittig an der Wand. Ist das der richtige Platz?
Die Lösung: Bevor Ihr Bett im Schlafzimmer einzieht, nehmen Sie sich eine Decke und liegen Sie probe, am Boden und ohne Bett. So können Sie allerlei Möglichkeiten ausprobieren: unter der Dachschräge, neben dem Fenster oder auch mitten im Raum.


2. Das Dilemma mit dem Vorhang

Der Fehler: Vorhänge aus schwerem Stoff können kleine Schlafzimmer optisch erschlagen. Sehr feine Gardinen sind nicht blickdicht.
Die Lösung: Sind Sie Sonnenanbeter oder Dunkelanbeter? Wie wachen Sie morgens entspannt auf? Wie so oft beim Wohnen, gibt es auch beim Thema Schlafzimmerverdunkelung nicht ein Modell, das für alle passt. Grundsätzlich: Tageslicht ist wichtig, weil es unseren Biorhythmus bestimmt. Halbtransparente Stoffe bieten Sichtschutz und lassen gleichzeitig Licht durch. Wenn Sie nur bei Dunkelheit schlafen können, kombinieren Sie sie am besten mit blickdichten Vorhangschals oder Rollos, die am Abend zugezogen werden.
3. Die Sache mit dem Home Office

Der Fehler: Einschlafen mit Blick auf die nächste Präsentation, die nicht fertigen Steuerunterlagen oder die ungeöffneten Rechnungen.
Die Lösung: Ein Arbeitsplatz im Schlafzimmer? Keine so gute Idee, denn mit unerledigten Aufgaben und Papier-Chaos in Sichtweite, lässt es sich nicht gut schlafen. Wenn es partout nicht anders geht, sorgen Sie dafür, dass sich Arbeitsmaterial und Computer verstecken lassen. Paravents, Schiebevorhänge oder Sekretäre mit Klappen, Auszügen und verborgenen Fächern sind hier die Geheimwaffe.


4. Die Tagedecke und der Schein

Der Fehler:
Das allmorgendlich zerwühlte Bett sieht unschön aus, fürs Bettenmachen fehlt aber die Zeit?
Die Lösung: Für fixe Ordnungsfans: Nutzen Sie eine hübsche Tagesdecke als Tarnung fürs ungemachte Bett. Einfach Decke übers Bett, fertig. Das geht schnell und sieht super aus. Allerdings Aufschütteln und Lüften des Bettzeugs langfristig nicht vergessen!


5. Der unumgängliche Stauraum

Der Fehler: 
Im Schlafzimmer fehlt immer Platz für Kleidung, Bettwäsche, Decken und Co.
Die Lösung: Stauraum. Beinahe in jedem Schlafzimmer lässt sich in einem Winkel, an der kurzen Seite des Raumes oder unter der Schräge Platz für Stauraum schaffen - ganz unabhängig, ob die Schranklösung von der Stange kommt oder maßgefertigt wird.

Achtung: Ausreichend Stauraum ist gut, doch unsichtbarer Stauraum ist besser. Wer rund ums Bett optisch aufräumen möchte, der versteckt Regale hinter geschlossenen Türen. Dabei nehmen Gleittüren kaum Platz ein und eine Spiegeltür vergrößert den Raum.
6. Das Chaos rund ums Bett

Der Fehler: Im Schlafzimmer ist Chaos nicht so schlimm, schließlich ist man dort nur nachts, Besuch hat keinen Zutritt und irgendwo müssen Pakete und das Bügeleisen schließlich hin, oder?
Die Lösung: Ein weiteres Argument das Schlafzimmer auch tagsüber zu nutzen! Lieber oft und kurz als selten und aufwendig aufräumen. Hilfreich dabei: Lassen Sie nur Dinge ins Schlafzimmer, die dort auch einen Platz haben. Sei es in der Kommode, im Schrank oder auf dem Nachttisch. Schmutzige Wäsche wandert abends in den dafür vorgesehenen Behälter alles, was noch sauber ist, kommt auf einen Kleiderbügel, wird ausgelüftet und hiernach weggeräumt. Das Bügeleisen? Findet sicher einen hübschen Platz im Schrank - oder in der Abstellkammer. Anstrengend? Vielleicht. Jedoch nur für etwa drei Minuten täglich. Belohnt werden Sie mit einem herrlich minimalistisch-aufgeräumten Schlafzimmer, in dem sich wunderbar zurückziehen können.
7. Das eiskalte Licht

Der Fehler: Im Schlafzimmer herrscht Arztpraxen-Atmosphäre.
Die Lösung: Verlassen Sie sich nicht allein auf die Deckenleuchte in der Zimmermitte. Für angenehmes Licht kombinieren Sie am besten helle Leseleuchten neben dem Bett mit stimmungsvollem Hintergrundlicht aus unterschiedlichen Quellen. Das gibt dem Schlafzimmer mehr Tiefe und wirkt wohnlich und einladend.

Viel Zeit fließt in die Entscheidung darüber, welches Design und welches Zubehör Sie für Ihr Schlafzimmer treffen wollen. Bett, Matratzen, Schränke, Kommoden, Sessel, Nachttische, Lampen, Accessoires... Holen Sie sich bei uns Inspirationen, wie Sie Ihr Schlafzimmer zu einer Oase der Ruhe gestalten können!